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Unsere erste Katzenausstellung. Am 13.03.2004 haben wir mit unseren Mädels, Pia und Bahila zum ersten mal an einer Katzenausstellung teilgenommen. Da wir diesbezüglich ja noch alle total jungfräulich waren, war die Aufregung natürlich groß. Schon am Vortag wurde aller möglicher Krams zusammengepackt, den man unbedingt braucht, oder auch nicht. Samstag morgen, 7 Uhr 15 - los geht's- Tiger in den Katzenkorb, zusammen in einen, dann haben sie nicht soviel Angst, ab ins Auto. Nach zwei Kilometern fängt die Pia schon zu jammern an, weil sie nicht mit so einem alten Toyota gesehen werden will, sondern lieber Mercedes fahren würde, so wie es sich für eine Prinzessin gehört. Der Bahila war es wurscht, die hat sich gedacht, "besser schlecht gefahren, als gut gelaufen". Wir haben die Pia dann beruhigt und haben Ihr versprochen, dass wir sie beim aussteigen zudecken, damit sie keiner sieht. Nach 40 Minuten kommen wir dann in Nürnberg an und finden auch gleich auf Anhieb das Gemeinschaftshaus. Parken - Ausladen - Schlepp, Schlepp - Eingangstür - drin. Hier warten schon ca. 30 Katzenbesitzer auf die Eingangsuntersuchung durch den Tierarzt. Die beiden Mädels sind ruhig. Einlass läuft zügig und reibungslos, so dass wir nach ca. 20 Minuten unsere Käfige 73 und 74 beziehen können. Decke , Körbchen, Klo, Futternapf und Wasser rein, Vorhang drüber, Katzen rein fertig. Die Beiden sind jetzt doch etwas nervös, so viele Menschen , soviel Trubel überall fremde Katzen und Gerüche, da legen sie sich erst mal ganz flach hin und stellen sich schlafend. Für uns gilt es, sich erst mal über den Ablauf zu informieren. Wir schließen schnell Kontakt und erfahren sehr viele interessante Dinge über Katzen und Katzenausstellung... 10Uhr45 : Da kommt ein Steward und bringt einen Zettel, auf dem steht, dass die Bahila um 11Uhr10 bei Richterin Robbin Higgins vorsprechen soll. Also Käfig auf, Bahila raus holen, Nase sauber machen, kämmen, aber das gefällt der kleinen gar nicht, sie will nicht schön gemacht werden. Hilft ja nichts, ungekämmt kann man sich doch nirgends vorstellen. Fertig. Da kommt der nächste Steward mit einem Zettel und auf dem steht, dass die Pia um 9Uhr55 bei Richterin Susanne Richter sein soll. Das sind ja bloß noch 8 Minuten. Also Käfig auf, Bahila wieder rein, Pia raus, Nase sauber machen, kämmen, der Pia gefällt das, denn sie will ja eine Prinzessin sein. So, jetzt geht's los, ich schnapp mir die Pia und geh zu den Richtertischen. Da ist noch der Bruder von der Pia bei Frau Ritter, also müssen wir warten. Unsere kleine ist ganz schön nervös, sie zittert wie Espenlaub und drückt sich ganz fest an mich. Ich rede beruhigend auf sie ein und sag ihr, dass sie keine Angst haben müsse, weil sie ja sowieso die Schönste ist. PeeWee ist fertig, jetzt kommen wir dran. Schnell noch mal den Tisch desinfizieren und los. Ich setz die Pia auf den Tisch und "Halt, nicht davon laufen". Die Richterin lächelt und sieht sich unser Mädchen genau an. Ein paar Zeilen und fertig. Zurück zum Käfig, hinein, hinlegen, ducken und erst mal Angst haben. "Was hat Sie gesagt?" fragt meine Frau. "Hab doch keine Ahnung, was die da alles aufschreiben." So jetzt wird's auch schon Zeit für die Bahila. Mit ihr gehen wir zur amerikanischen Richterin Frau Higgins. Auch Bahila zeigt jetzt Nerven. Sie fühlt sich nicht so doll, kommt da vielleicht doch die weibliche Eitelkeit durch. Aber da sind wir auch schon dran. Der Dolmetscher muss schnell weg, da fangen wir eben ohne an. Ich erklär der Frau Higgins noch, dass ich nicht besonders gut auswärts spreche, da fängt sie auch schon an. Sie nimmt unseren roten Teufel auch genau unter die Lupe, ist dabei aber sehr einfühlsam und zeigt, dass sie Ahnung von Katzen hat. Der Dolmetscher kommt zurück, Frau Higgins schreibt noch ein paar Zeilen und fertig. Da ist unser Feger schon etwas erleichtert, als es zurück in den Käfig geht. So jetzt wird erst mal relaxed. Und man kann auch deutlich erkennen, dass die beiden von Minute zu Minute entspannter werden. Für uns besteht der Rest des Tages aus Fachsimpeln und mit den Besuchern sprechen, ab und zu, wenn meine Frau nicht hergesehen hat, hab ich mir auch die Besucherinnen angesehen -Aua- . Selbst für den gefühllosen Spezies Mensch, denjenigen, der die Wörter SÜß, NIEDLICH, Ach SCHÖN, aus seinem Wortschatz gestrichen hat, nämlich der Mann, selbst den erfüllt es mit Freude, wenn von den Besuchern unsere Kätzchen bewundert und gelobt werden. Es ist, und das muss ich zugeben ein schönes Gefühl.... Am Nachmittag gab es dann die Siegerehrung, und das war so, wie es wahrscheinlich überall ist. Ein paar wenige Auserwählte freuen sich wie der Schneekönig, und der Rest reagiert mit Unverständnis und selten auch mit Anerkennung. Wir haben an diesem Tag nichts gewonnen, aber das war ja auch nicht zu erwarten, mich haben sie ja auch nicht auf die Bühne gelassen. Das einzige was wir gewonnen haben, war an Erfahrung und zwar äußerst positiv..... Zum Schluss möcht ich noch ein Resümee ziehen. Man kann von Katzen, Hunde oder Kaninchenzüchtern halten was man will, man kann Ihnen vorwerfen, dass sie alle einen Sockenschuss hätten, oder dass sie einfach total plemplem sind. Ich behaupte hier, dass sie zum Großteil ihre Tiere lieben und dass der vermeintliche Siegesruhm nur ein angenehmer Nebeneffekt ist. Ja sicher gibt es auch hier Ausnahmen... Ich hab Jedenfalls die Gesellschaft Gleichgesinnter genossen, ich hab es genossen, mal kein Gejammer zu hören, wie schlecht es uns allen geht, wie böse die Regierung ist und wer wenn niederbombt. Wir haben uns einen Tag zurückgelegt und haben uns über unsere tierischen Lebensgefährten unterhalten... Und die, die hatten zu Beginn Angst, weil es neu und fremd war. Aber ich behaupte hier, dass es für unsere beiden Kätzchen keine Tortur war. Sie waren ungefähr so nervös, wie jeder von uns oder von unseren Kindern ist, wenn wir vor einer Prüfung stehen. Auch glaub ich, dass der Käfig für die Kleinen keine Schwierigkeit darstellt, denn im Gegensatz zum durchschnittlichen Mitteleuropäer, kann es eine Katze noch genießen, mal einen Tag auf der faulen Haut zu liegen, ohne sich zu bewegen. Und ich hab ihnen kein schlechtes Gewissen angesehen....
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| Ausstellung
in Planegg |
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